
Es gibt Momente, in denen viele Mütter einen Gedanken haben, den sie sich kaum auszusprechen trauen:
„Ich kann nicht mehr Mama sein.“
Vielleicht kommt dieser Gedanke leise. Vielleicht in einem Moment, in dem alles zu viel wird.
Die Nacht war zu kurz. Gleich nach dem Aufstehen gibt’s Streit um die richtigen Socken. Der Kleine will sich nicht die Zähne putzen lassen. Dann fällt beim Frühstück der Kakaobecher um und wenn die Kinder jetzt nicht mitmachen, kommst du wieder zu spät zur Arbeit.
Und plötzlich ist da dieses Gefühl:„Ich halte das nicht mehr aus.“
Wenn du das kennst, bist du nicht allein.
Viele Mütter erleben genau solche Momente – auch wenn sie nach außen stark wirken. Doch hinter diesem Gedanken steckt oft nicht Schwäche, sondern etwas ganz anderes: ein überlastetes System, das schon lange zu viel trägt.
Ich wollte Kinder – so sehr – aber ich war überhaupt nicht vorbereitet auf das, was kam. Natürlich war es auch schön – wunderschön. Aber es war so viel anstrengender, so viel auslaugender und so viel herausfordernder als ich es mir vorgestellt hatte. Es gab keinen einzigen Moment für mich. Die Nächte waren viel zu kurz. Und am Tag: stillen, herumtragen, kümmern – ganz egal, wie müde ich selbst war….. nach 2 Jahren fühlte ich mich uralt, übermüdet, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, vergesslich ….. so hatte ich mir das echt nicht vorgestellt. So wollte ich das nicht. So konnte ich das nicht.
Eine aktuelle Studie von 2025 „Familie und Erziehung“ der Pronova BKK bestätigt, dass sich jeder zweite Elternteil häufig überfordert fühlt, gereizt reagiert und sich emotional überlastet fühlt und 2 von 3 Müttern wünschen sich regelmäßig eine Auszeit von ihren Kindern. Dieses Gefühl ist kein individuelles Versagen – sondern eine häufige Erfahrung im heutigen Mama-Alltag.
Vielleicht kennst du solche Situationen:
- Du bist schon morgens erschöpft, bevor der Tag richtig beginnt
- Kleinigkeiten bringen dich schneller an deine Grenzen
- Du hast das Gefühl, nie wirklich durchatmen zu können
- Selbst Pausen fühlen sich nicht erholsam an
- Du funktionierst – aber innerlich bist du leer
Viele Mütter denken und fühlen dann genau wie es mir ging: „So habe ich mir das nicht vorgestellt.“ Und vor allem junge Mütter unter 35 halten sich oft für ungenügend und leiden unter dem sogenannten Mom-Impostor-Syndrom (dem Gefühl, trotz tatsächlicher Kompetenz keine „gute Mutter“ zu sein). Wenn es dir also auch so geht – in Deutschland geht es jeder dritten Mutter so. Das sind Millionen von Müttern in unserem Land. Warum?
Warum viele Mütter irgendwann denken: „Ich kann nicht mehr“
Dieser Gedanke entsteht selten plötzlich. Er baut sich Schritt für Schritt auf – durch viele kleine Belastungen, die sich über Wochen oder Monate summieren.
Der Mama-Alltag bedeutet für viele Frauen:
- ständige Verantwortung
- wenig echte Pausen und wenig Zeit für die eigenen Bedürfnisse
- emotionale Begleitung der Kinder
- Organisation von allem gleichzeitig
- alles unter einen Hut bringen: Familie, Haushalt, Job
- und oft das Gefühl, dass ihre leistung als Mutter nicht wahrgenommen und wertgeschätzt wird
Das Problem ist nicht eine einzelne Herausforderung. Es ist die Dauerbelastung ohne echte Erholung.
Was wirklich hinter diesem Gefühl steckt
Wenn du denkst: „Ich kann nicht mehr“, liegt das meistens nicht daran, dass du zu wenig belastbar bist. Es liegt daran, dass dein Nervensystem über längere Zeit zu viel verarbeiten musste. Unser Nervensystem kennt nämlich nur 2 Zustände: Entspannung und Anspannung. Und als Mama mit ständiger Mehrfachbelastung befindet sich dein Körper dann oft in einem Zustand von:
- dauerhafter Anspannung
- erhöhter Reizbarkeit
- schneller Erschöpfung
Viele Mütter beschreiben das als: „Ich stehe ständig unter Strom.“ Genau darüber schreibe ich auch ausführlicher in diesem Artikel: Warum Mütter ständig unter Strom stehen
Eine tolle Übung, mit der du dein Nervensystem entspannst, kannst du dir hier für 0 € herunterladen:
Typische Situationen, in denen Mütter an ihre Grenzen kommen
Es gibt bestimmte Phasen, die besonders belastend sind:
- mehrere kranke Kinder hintereinander
- Schlafmangel über längere Zeit
- wenig Unterstützung im Alltag
- viele Termine und Verpflichtungen
- Konflikte mit den Kindern und Streitigkeiten der Kinder miteinander
Als unsere 3. Tochter geboren wurde, war ich sowieso schon müde. Aber auf das, was dann auf mich zukam war ich nicht gefasst. Sie schrie. Jede Nacht schlief sie maximal 30 Minuten am Stück. Dann weinte sie – war unruhig, schrie und jammerte, bis sie wieder einschlief – für 30 Minuten und dann ging es von vorne los. 5 Monate ging es so, bis eine Zufallsdiagnose dafür sorgte, dass sie von einem Tag auf den anderen besser schlafen konnte. Aber diese 5 Monate haben mich geschlaucht und mich immer und immer wieder über meine Grenzen gebracht.
In solchen Situationen steigt die Belastung oft so stark, dass das System irgendwann sagt: „Es geht nicht mehr.“
Warum dieses Gefühl nichts über dich als Mutter aussagt
Ein ganz wichtiger Punkt: Dieser Gedanke bedeutet nicht, dass du eine schlechte Mutter bist. Im Gegenteil. Eine Studie der Online-Therapieplattform HelloBetter in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos zeigt, dass viele Frauen genau deshalb an ihre Grenzen kommen, weil sie versuchen alles richtig und 100%tig zu machen.
Wenn du spürst „ich kann das nicht mehr“, dann hast du sehr lange sehr viel getragen und wahrscheinlich gehst du immer wieder über deine natürlichen Grenzen hinaus weil du es gut machen möchtest und hohe Ansprüche an dich selbst stellst.
Viele Mütter stellen an sich selbst extrem hohe Anforderungen:
- geduldig sein
- liebevoll sein
- alles im Griff haben
- alle Rollen zu erfüllen: Mutter, Partnerin, Freundin, Karrierefrau, Fitness ….. die Liste lässt sich fortführen
Wenn die Realität dann anders aussieht, entsteht schnell ein Schuldgefühl unseren Kindern oder Partner oder Arbeitgeber gegenüber. Oder wir fangen an uns mit anderen Mamas zu vergleichen, bei denen das alles so easy aussieht. Und dann nagt zudem noch das Gefühl von Unzulänglichkeit an uns und das Gefühl versagt zu haben.
Doch Erschöpfung ist kein persönliches Versagen. Erschöpfung ist oft eine ganz natürliche Reaktion auf dauerhafte Überlastung.
Wann „Ich kann nicht mehr“ ein Warnsignal ist
Wenn dieses Gefühl häufiger auftaucht, kann das ein Hinweis sein, dass dein Energiesystem bereits stark erschöpft ist.
Typische Warnzeichen sind:
- dauerhafte Müdigkeit
- schnelle Gereiztheit
- das Gefühl, nur noch zu funktionieren
- innere Leere
Diese Signale gehören auch zu den typischen Mama Burnout Symptomen
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, lies unbedingt hier weiter:
Mama Burnout Symptome – 10 Warnzeichen einer erschöpften Mutter
Ein wichtiger Gedanke: Du bist nicht falsch. Dein Alltag ist gerade zu viel. Und genau das darf und das kann sich verändern.
Was dir jetzt helfen kann
Wenn du dich gerade so fühlst, hilft es nicht, einfach die Zähne zusammenzubeißen und weiterzumachen. Denn dann wirst du krank.
Der Weg zurück zu Balance und Energie beginnt meist nicht mit großen Veränderungen, sondern mit kleinen Schritten in die richtige Richtung.
Zum Beispiel:
- indem du dir bewusst kleine Entlastungen schaffen
- deinen Alltag etwas vereinfachst
- deinem Nervensystem Momente der Ruhe ermöglichst
- du Erwartungen an dich selbst überprüfst (denn die sind oft viel zu hoch!!)
Viele Mütter merken schnell: Schon kleine Veränderungen können wieder spürbar mehr Stabilität bringen und so war es auch bei mir.
Die gute Nachricht ist: Du musst nicht erst komplett zusammenbrechen, bevor sich etwas verändern darf. Und du solltest auch nicht zu lange damit warten – denn oft reicht ein erster kleiner Schritt.
Dein erster Schritt zurück zu mehr Ruhe
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Alltag dich gerade überfordert, dann fang klein an.
Nicht perfekt. Nicht alles auf einmal. Sondern Schritt für Schritt.
Genau dafür habe ich mein kostenloses Freebie entwickelt.
Im 5-Minuten Stress-Reset zeige ich dir eine einfache Übung, mit der du dein Nervensystem im Alltag schnell beruhigen kannst – auch mitten im Trubel.
Du brauchst dafür keine extra Zeitfenster und keine komplizierten Routinen.
Hier kannst du dir den 5-Minuten Stress-Reset für 0 € herunterladen
Vielleicht ist das genau der erste kleine Schritt, der dir wieder ein bisschen mehr Ruhe und Stabilität bringt.
