
Ich bin mir sicher – du bist ganz bewusst Mama und möchtest für dein Kind das Beste.
Du funktionierst und organisierst und kümmerst dich liebevoll.
Und trotzdem gibt es Momente, in denen du denkst:
„Ich bin als Mutter überfordert.“
Ich kenne das gut. Ich wollte gerne Familie haben und Mama sein. Aber ich war absolut nicht darauf vorbereitet, wie herausfordernd das Mamasein ist.
Wenn wir Eltern werden, dann krempelt sich unser Leben um – für immer. Und manches daran ist anstrengend – sehr anstrengend sogar und führt uns Mütter an Grenzen und darüber hinaus.
Vielleicht ist das bei dir auch so.
Vielleicht fühlst du dich ständig angespannt.
Vielleicht hast du das Gefühl, nie wirklich durchatmen zu können.
Und der Alltag läuft weiter – aber innerlich bist du ganz schön erschöpft.
Viele Mütter erleben genau das. Doch kaum jemand spricht offen darüber. Stattdessen versuchen wir, einfach noch besser zu funktionieren. Die anderen schaffen das ja auch, oder?
Vielleicht denkst du manchmal, du müsstest dich einfach besser organisieren. Geduldiger sein. Belastbarer sein. Schließlich bekommen andere ihren Familienalltag doch auch hin.
Aber Überforderung bedeutet nicht automatisch, dass du etwas falsch machst.
Manchmal bedeutet sie vor allem: Es ist gerade zu viel.
Zu viele Aufgaben. Zu viel Verantwortung. Zu viele Dinge gleichzeitig. Zu viele Erwartungen. Und vielleicht zu wenig Unterstützung.
Genau deshalb lohnt es sich hinzuschauen, statt einfach noch besser funktionieren zu wollen.
Warum fühlen sich viele Mütter überfordert?
Aber warum ist das so? Wenn ich Mamas frage, wie es ihnen geht, dann wirken sie glücklich und entspannt. Dann merke ich oft, wie viele ähnliche Gedanken und Belastungen mit sich herumtragen. Dann zeigt sich, dass sich viele Mütter überfordert fühlen, weil sie im Alltag gleichzeitig mehrere Rollen erfüllen müssen: Für ihre Kinder da sein, Partnerschaft leben, den Haushalt organisieren, emotional unterstützen und oft zusätzlich arbeiten. Wenn über längere Zeit immer mehr Anforderungen zusammenkommen, kann sich der Familienalltag irgendwann wie ein einziger Dauerlauf anfühlen.
Überforderung entsteht selten plötzlich.
Meist entwickelt sie sich langsam – durch viele kleine Belastungen, die sich mit der Zeit aufbauen – über Wochen, Monate und Jahre.
Typische Anzeichen sind zum Beispiel:
- das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen
- innere Unruhe oder Gereiztheit
- das Gefühl, nie wirklich fertig zu sein
- schnelle Erschöpfung
- wenig Geduld im Alltag
Viele Mütter merken erst spät, wie viel sie eigentlich tragen. Als meine Mädchen klein waren, lag ich abends oft im Bett und habe mich gefragt, was ich überhaupt gemacht und geschafft habe. Oft hatte ich das Gefühl überhaupt nichts Brauchbares auf die Beine gestellt zu haben. Aber das stimmt nicht. Wenn in meinen Kursen die Mütter aufschreiben, was sie am Tag alles so erledigen, dann fallen ihnen mit der Zeit seitenweise Aufgaben ein. Du erledigst jeden Tag unzählig viele Kleinigkeiten, die du gar nicht wahrnimmst. Und dabei wirst du alle paar Minuten unterbrochen.
Das ist anstrengend.
Der Mama-Alltag besteht aus vielen sichtbaren Aufgaben – aber auch aus vielen unsichtbaren.
Und oft passiert all das gleichzeitig. Während du ein Kind tröstest, denkst du vielleicht schon daran, was noch erledigt werden muss. Der Kopf bleibt ständig aktiv und dein Gehirn rattert permanent.
Das heutige Mutterbild setzt viele Frauen unter Druck
Ein ganz wichtiger weiterer Punkt, warum wir Mamas ständig unter Strom stehen, ist für mich unser gesellschaftliches Mutterbild. Viele Mütter stehen heute zwischen widersprüchlichen und sehr hohen Erwartungen.
Auf der einen Seite soll eine Mutter:
- liebevoll
- geduldig
- immer verfügbar für ihre Kinder sein.
Auf der anderen Seite wird erwartet, dass sie:
- beruflich erfolgreich ist
- organisiert bleibt
- ihre eigenen Ziele verfolgt.
Dieser Spagat kann einen enormen inneren Druck erzeugen. Wir wollen alles richtig machen – und am liebsten auch noch richtig gut. Verständlich. Aber auf Dauer kaum zu schaffen.
Viele Frauen haben das Gefühl, gleichzeitig eine perfekte Mama und eine erfolgreiche Berufstätige sein zu müssen. Aber wenn wir ehrlich sind – wir können nicht alles schaffen! Und trotzdem sind sie da – diese inneren Stimmen. Und da ist es kein Wunder, dass so viele Mütter berichten, sich ständig unter Strom zu fühlen.
Mental Load: Die unsichtbare Belastung vieler Mütter
Mental Load: Wenn dein Kopf niemals Feierabend hat
Ein Teil deiner Überforderung kann aus all den Aufgaben entstehen, die niemand sieht.
Nicht nur den Impftermin wahrnehmen – sondern daran denken, ihn zu vereinbaren. Nicht nur neue Schuhe kaufen – sondern merken, dass sie zu klein geworden sind. Nicht nur zum Kindergeburtstag fahren – sondern Geschenk, Karte und Fahrgemeinschaft im Kopf haben.
Diese unsichtbare Denkarbeit wird als Mental Load bezeichnet.
Und genau das kann so anstrengend sein: Du erledigst nicht nur Aufgaben. Du musst sie im Blick behalten, vorausdenken und dafür sorgen, dass nichts untergeht.
Wenn du dich darin wiedererkennst, habe ich dazu einen eigenen Artikel geschrieben:
→ Mental Load bei Müttern: Warum dein Kopf nie Pause hat
Kommt dir das bekannt vor?
Vielleicht fragst du dich manchmal, ob dein Alltag gerade einfach nur voll ist – oder ob es dir tatsächlich zu viel geworden ist.
Schau einmal, ob du dich in diesen Fragen wiedererkennst:
- Habe ich oft das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen?
- Fühle ich mich häufig innerlich angespannt?
- Reagiere ich schneller gereizt als früher?
- Habe ich kaum Momente, in denen ich wirklich abschalten kann?
- Kreisen meine Gedanken selbst dann weiter, wenn ich eigentlich Pause habe?
Wenn du dich in mehreren dieser Punkte wiedererkennst, lohnt es sich, deine Überforderung ernst zu nehmen und genauer hinzuschauen.
Was mir da ganz wichtig ist – das bedeutet nicht, dass du deinen Alltag falsch lebst. Das bedeutet ganz einfach, dass du viel trägst – wahrscheinlich dauerhaft zu viel. Das anzuerkennen ist schon der erste Schritt raus aus der Überforderung!
Was du tun kannst, wenn dir gerade alles zu viel ist
Wenn du dich als Mutter überfordert fühlst, brauchst du wahrscheinlich nicht noch zehn neue Tipps.
Fang stattdessen mit einer Frage an:
Was ist gerade eigentlich zu viel?
Vielleicht sind es die vielen Termine. Vielleicht trägst du zu viele Aufgaben allein. Vielleicht versuchst du, Erwartungen zu erfüllen, die gar nicht deine eigenen sind. Vielleicht fehlt dir Unterstützung. Oder es sind gerade einfach mehrere schwierige Dinge gleichzeitig.
Du musst nicht sofort deinen ganzen Familienalltag verändern.
Frag dich für heute nur:
Was würde diesen Tag an einer einzigen Stelle leichter machen?
Vielleicht kann etwas ausfallen. Vielleicht kann jemand anderes etwas übernehmen. Vielleicht reicht heute die einfache Lösung. Vielleicht musst du zu etwas Nein sagen.
Überforderung wird nicht dadurch kleiner, dass du dich noch mehr anstrengst.
Manchmal beginnt Veränderung damit, nicht mehr alles selbstverständlich weiterzutragen.
Wenn Überforderung zum Dauerzustand wird
Ein voller Tag oder eine anstrengende Woche gehören zum Familienleben dazu.
Wenn du dich aber über längere Zeit ständig überfordert, erschöpft oder gereizt fühlst und kaum noch abschalten kannst, lohnt es sich, genauer hinzugucken.
Denn dann geht es vielleicht nicht mehr nur um eine stressige Phase.
In meinem großen Artikel über erschöpfte Mütter zeige ich dir ausführlicher, warum so viele Mamas irgendwann nur noch funktionieren – und wo du anfangen kannst, wenn du merkst: So möchte ich nicht weitermachen.
→ Als Mutter ständig erschöpft? Warum so viele Mütter nur noch funktionieren
Du musst heute nicht alles lösen
Vielleicht hast du beim Lesen gemerkt: Ja, es ist gerade wirklich viel.
Dann musst du daraus heute kein neues Projekt machen.
Du musst nicht sofort wissen, wie euer Familienalltag in Zukunft aussehen soll. Vielleicht reicht für heute die Frage:
Was brauche ich gerade, damit dieser Tag ein kleines bisschen leichter wird?
Und wenn du gerade so unter Strom stehst, dass selbst diese Frage schon zu viel ist, dann fang noch kleiner an.
Mein 5-Minuten-Stress-Reset ist genau für solche Momente gedacht: fünf Minuten, in denen du nichts organisieren und nichts lösen musst.
Er ist keine Lösung für alles, was dich belastet.
Aber vielleicht ist er ein guter erster kleiner Schritt.
👉 Hier kannst du dir das Freebie für 0 € herunterladen.
Schick mir mein 5- Minuten-Stress Reset
Eine kleine Soforthilfe für Momente, in denen gerade alles zu viel ist.
Probiere diese kleine Mamapause heute gleich mal aus. Zum Beispiel beim nächsten Zähneputzen – ein paar Augenblicke, in denen du deinem Nervensystem hilfst sich zu entspannen.

